Samstag, 16. Januar 2016

Stille Revolution wird 1 Jahr alt



Ich kann es selbst gar nicht glauben, wo die Zeit geblieben ist. Stille Revolution feiert seinen ersten Geburtstag. Wie krass. Als Pasota und ich uns entschlossen mit dem Bloggen anzufangen, waren wir fest davon überzeugt, dass dieses Ding hier nur ein paar Monate überleben wird. Selbst jetzt fragen wir uns immer wieder, wie lange wir noch am Ball bleiben werden. Nicht selten mangelt es uns durch Arbeits- und Unistress an Zeit. Mode- oder Lifestyleposts sind schnell herunter geschrieben und mit ein paar Bildern bespickt. Aber unsere Themen brauchen Zeit. Die Ideen müssen reifen und Erkenntnisse sich erst entwickeln. Dafür braucht es Muße und Inspiration, manchmal auch Recherche.

Trotzdem macht uns das Bloggen Spaß. Ebenso freuen wir uns über unsere kleine Leserschaft, die uns in diesem Jahr die Treue gehalten hat. Wir haben nie damit gerechnet riesige Klickzahlen abzugreifen, auch wenn durchaus einige Posts buchstäblich durch die Decke gegangen sind, was uns natürlich motiviert hat. Euer Feedback ist uns wichtig und jeder Kommentar ist willkommen. 
 

Die Schwerpunkte werden sich in diesem Jahr etwas verändern. Während gerade ich (preussischer Widerstand) 2015 viel über meine Arbeitslosigkeit als Akademikerin geschrieben habe, werde ich mich nun verstärkt anderen Themen widmen. Die Inhalte Arbeit und Arbeitsbedingungen bleiben aber nach wie vor für mich von Interesse und werden daher auch nicht völlig gestrichen. Auf jeden Fall möchte ich mich stärker mit meiner aktuellen Arbeit auseinandersetzen und darüber berichten, soweit ich das natürlich vereinbaren kann, ohne allzu viel über meinen Arbeitgeber preiszugeben.

Pasota möchte sich in Zukunft mehr einem ihrer Herzensthemen, nämlich Psychologie und psychischen Erkrankungen widmen. Dazu wird es dann den einen oder anderen Post geben.

Wie bereits im letzten Jahr soll in diesem Blog auch 2016 wieder ein breites Spektrum an Themen Platz finden. Besonders Rezensionen und kritische Kommentare zu kulturellen Veranstaltungen, Musik, Kunst, Mode, Jugend, Digitales und Büchern möchten wir gerne noch weiter ausbauen.

Wir sind gespannt, ob wir noch ein weiteres Jahr „durchhalten“ und freuen uns, wenn ihr wieder dabei seid. Empfehlt uns gerne weiter, wenn euch gefällt, was ihr hier lest. Auch konstruktive Diskussionen sind nach wie vor willkommen.

Kommentare:

  1. Glückwunsch zum Einjährigen! Nun lernt das Baby langsam laufen und sprechen ;-)

    Ich freue mich, dass es euch noch gibt und hoffe, dass Ihr noch lange durchhaltet. Ich finde euch sehr authentisch und das lese ich gern. Bloggen ist ja auch nichts, was unter Zwang gedeihen kann. Wenn man sich mal leer, ausgebrannt und/oder müde fühlt, macht man eben mal eine Pause. Das ist allemal besser, als sich selbst zu zwingen, in regelmäßigen Abständen bestimmte Themen zu bedienen oder Artikel zu posten. Ich denke, nur so hält man auch lange durch und kann die Früchte der ehrenamtlichen Blogarbeit "genießen".

    Das Reifen von Ideen halte ich auch für sehr wichtig. Ich habe beispielsweise eine Art Word-Doc-Notizbuch mit mittlerweile über 50 Seiten von Ideen, Fragmenten, Gedankenfetzen - die alle irgendwann, irgendwie (oder auch gar nicht) zu Blogartikeln werden (könnten). Über die Jahre läppert sich das so zusammen. Irgendwann gibt es dann den einen Funken, der das Feuer entfacht. Oder eben auch nicht.

    Die Themen Arbeit und Arbeitsbedingungen klingen sehr nach einem täglichen Lohnarbeitswahnsinn ;-) Auch die Themenbereiche Psychologie und psychischen Erkrankungen finde ich interessant. Ich bin gespannt.

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  2. Danke dir, Epi :) Wir wollten uns auch noch mal dafür bedanken, dass du dir regelmäßig die Zeit nimmst, konstruktive, wertvolle Anmerkungen zu hinterlassen. Wir freuen uns immer sehr, etwas von dir zu lesen und an deinem Erfahrungsschatz teilhaben zu können.

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  3. Auch von mir Glückwunsch. Interessiert dich, Pasota, das mit psychichen Erkrankungen wirklich und was daran? Dann lasse ich dir vielleicht irgendwann mal einen Link zu mir da. Bei mir ist eins der zwei Hauptthemen die psychische Erkrankung meiner Mutter für die ich deswegen rechtlich teilverantwortlich bin. Wenn dich der Bereich auch interessieren sollte (ich dokumentiere meist Begebenheiten mit ihr, an denen man das Verhalten gut sieht).

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  4. Danke, Ina! Auch für deine Beteiligung die letzten Monate! :) Mich interessieren allgemein psychische Probleme und Erkrankungen. Das ist nicht auf bestimmte Krankheitsbilder festgelegt. Klar, wenn das kein Problem für dich ist, würde ich mal vorbeischauen in deiner Nische.

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  5. Ich habe es Dienstag mit Antwort versucht, da klappte das Kommentieren nicht. Das Problem scheint es ab und an bei blogspot zu geben, wurde auch auf einem anderen Blog bei dem ich sonst kommentiere auffällig, liegt also nicht an eurem. (Ich weiß nicht ob es mit dem Kommentar geklappt hätte wenn ich über meinen Wordpress-Account kommentiert hätte, aber dann hättest du mich nicht erkannt. Dort bin ich nicht Ina.)

    Ich verlinke „mich“ nur da wo ich das Gefühl habe, dass es irgendwie thematisch passt. Aber ein Problem darin sehen, dass du vorbeischaust kann ich gar nicht. Es ist anonym, es ist öffentlich, es ist in Suchmaschinen auffindbar und mit 100+ Aufrufen pro Tag und ca. 40 Abonnenten von denen etwa die Hälfte kommentiert was die Reichweite betrifft nicht mehr so „Nische“ in seinem Themenbereich. Das hätte ich mir wenn, dann überlegen müssen bevor ich anfing oder abspringen müssen bevor es Fahrt aufnahm.

    Warum ich fragte ist nicht nur weil es hier nicht passt, auch weil es stellenweise sehr explizit ist. Meine Leser halten das offenbar aus und die Kommentatoren, die oft ähnliche Erfahrungen mit ihren Eltern mitteilen, sowieso, aber ich kann nicht wissen ob jemand, die einen Artikel wie deinen Kack-Artikel verfasst hat so weit Interesse an dem Thema psychische Erkrankung hat, dass sie unter anderem Exkremente, Kotze, Gewalt oder, gerade noch auf der Startseite bei mir, Suizid aushält. Ich warne an keiner Stelle vor.

    Eigentlich ein eher typisches „Frauen“blog (Kochrezepte, Triviales, Garten, Lesen etc. hat Katja (wawuschel.wordpress.com, euer Kommentarfeld will den Link nicht), die dort auch über ihre Depressions- und Angsterkrankung berichtet. Niklas – heißt er glaube ich, wenn ich seine Texte richtig verstehe – erzählt auf nurschwimmen.wordpress.com aus einer Klinik. Die beiden sind für dich eventuell auch interessant.



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    1. Also "Nische" war gar nicht abwertend gemeint. Psychische Krankheiten sind nun mal ein Spezialthema; es war nicht meine Absicht, mit dem Begriff den Blog herunterzuspielen oder klein zu machen.

      Danke für die Blogempfehlungen, schau ich bei Gelegenheit mal vorbei.

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  6. So habe ich das auch gar nicht aufgefasst, da haben wir uns missverstanden. Ich empfinde weder etwas als abgewertet noch heruntergemacht.

    "Nische" in Bezug auf Thema ist es in jedem Fall in so weit als dass es nun mal kein sehr oft "bearbeitetes" Thema ist und das wird auch immer so bleiben. Ich habe schon ein paar Mal von Lesern, die schon mehrere Jahre bloggen und teilweise sonst wo rumgekommen sind was Verlinkungen etc. betrifft. gesagt bekommen, ich sei die erste, die ihnen unterkommt, die das macht. Körperliche Krankheiten gibt es, Demenz/Alzheimer gibt es und auch den ein oder anderen pflegenden Angehörigen, vielleicht mal den seltenen Sucht-Betroffenen, aber ich bin scheinbar eine der wenigen, die das wirklich in der Art macht. Dass ich die einzige bin mag ich nicht recht glauben. Der Eindruck hat möglicherweise mit persönlichen Erfahrungen der Leute zu tun (viele Angehörige schämen sich), aber vielleicht auch damit, dass meine Mutter ein Sonderfall ist. Das was sie an Betreuung bekommt kennt man sonst eher bei Drogenabhängigen oder Polytoxikomanen, also Mehrfach-Süchtigen. Diese subjektiv von den Lesern empfumdene "Einzelstellung" natürlich auch damit zu tun haben, dass ich dabei so "hart" bin. (Es wurde auch schon für das Blog eines Mannes gehalten, weil Frauen das angeblich nicht so könnten...) Ich habe Leser, die auch suchtkranke Eltern haben und manchmal den ein oder anderen Beitrag darüber bei sich und die erzählen oft, dass sie abwiegeln was sie erzählen können und was nicht um ihre Leser nicht zu schocken. Darüber mache ich mir keine Gedanken.

    Warum ich sagte, es ist nicht mehr so sehr Nische hat damit zu tun, dass ich - das habe ich fehlinterpretiert wohl - als du Nische sagtest das darauf bezog, dass ich ja immer von so einem winzig kleinem Ding, das nur der findet, der es finden soll/will gesprochen habe, wenn ich in Kommentaren erwähnte, dass ich ein Blog habe. Ein Leser hat es irgendwann "vertwittert", seitdem ist so viel los und nicht mehr viel mit winzig klein.

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